Was macht die Designer Herrenmode Weltweit aus? Teil 2

Selten kreisen bei urbanen Trendsettern die Gedanken darum, inwiefern wir uns in Sachen von Kontinent zu Kontinent unterscheiden.
Längst setzen wir voraus, dass in Zeiten des grenzenlosen Social Networkings eigentlich auch modetechnisch früher oder später alles uniform ist.
Ob London oder Mailand, Kapstadt oder Melbourne: Wollen wir alle nicht einfach nur gut aussehen?
Welche feinen Unterschiede es in Sachen Mode zwischen den einzelnen Kontinenten gibt und wie man(n) sie trägt, lesen Sie hier:

 

Einen wichtigen Faktor kann man im globalen Modenetz schon mal vergessen: Was getragen wird ist immer von der geografischen und ökonomischen Lage des jeweiligen Ortes abhängig. Glauben Sie nicht, schließlich gibt es fast überall dieselben zu kaufen und Modeketten wie H&M sind weltweit gut besucht?
Das stimmt sogar, trotzdem werden Sie nicht abstreiten, dass z.B. die vom Beach und Surferleben geprägte australische Metropole Melbourne auch modisch lässigere Akzente setzt als vielleicht die europäische Modestadt Mailand.
So spielen geografische und soziale Faktoren immer ins Modebusiness hinein.
Auch innerhalb Europas gibt es diese Unterschiede: Eine von Subkulturen und Popkultur geprägte Stadt wie London lebt Mode eben anders als das chice Mailand.
Menschen machen Mode zu dem, was sie ist, ein individueller Ausdruck von Leben und subjektivem Geschmack.

Generell lässt sich aber auch beim genaueren Betrachten der Kontinente Europa, und Afrika nichts pauschalisieren, dafür gibt es auch innerhalb einzelner Länder und Städte zu feine Nuancen.
Innerhalb Afrikas stehen sich die Städte Kapstadt und Johannesburg modisch gegenüber.
Beide Orte bringen völlig unterschiedliche Bedingungen mit sich, welche die Herrenmode stark beeinflussen.
Kapstadt ist stark europäisch geprägt, die Mode orientiert sich am Londoner Brit-Chic.
Alles dreht sich um modernes casual Styling, der Streetstyle bewegt sich ganz europäisch zwischen Skinny Jeans und Chucks.
Geschäftsmetropole Johannesburg wiederum ist ein typisches Mekka der Designermode.
Gemäß dem Motto “zeig ruhig, was Du (wirtschaftlich) hast”, werden hier nur die besten Designer vorzugsweise in der Businesswelt oder auf exklusiven Partys getragen.
Man bleibt gerne unter sich, modetechnisches Prahlen könnte auf der Straße leicht missverstanden werden, denn Johannesburg ist neben all dem Reichtum auch von Kriminalität geprägt.
Da bekommt der Ausdruck Fashion Victim gleich eine völlig neue Bedeutung.

Für den europäischen Kontinent gibt es ebenfalls keinen pauschalen Modebegriff, die Styles und Einflüsse für Designer variieren von Land zu Land ebenso wie von Stadt zu Stadt.
Während die skandinavische Mode gemeinhin für ihren reduzierten, klaren Minimalismus gefeiert wird, ist die Herrenmode in Großbritannien vor allem lässig und unangestrengt.

Bild oben ©sdecoret- www.fotolia.de

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